Arbeitsweise

Psychotherapie und Beratung bedeuten für mich eine Zusammenarbeit auf gleicher Augenhöhe, die getragen ist von gegenseitiger Achtung und Vertrauen. Meine Klient*innen betrachte ich dabei als Experten für ihr (Er-)Leben und ihre Erfahrungen.

Respekt, Offenheit und Wertschätzung für mein Gegenüber, für Ihre individuelle Geschichte und Ihre Handlungs- und Lebensstrategien bilden die Grundlage für meine therapeutische Arbeit und Unterstützung.

Als Therapeutin begleite ich Sie ein Stück auf Ihrem Weg und unterstütze Sie dabei, sich selbst besser kennenzulernen, das was Sie bewegt, aus anderen Blickwinkeln zu betrachten, Ihre (tieferen) Bedürfnisse und Wünsche zu erkennen und zu würdigen und so neue Wahlmöglichkeiten und mehr Entscheidungsfreiheit zu erlangen.

Veränderung ist ein Lernprozess und Lernen heißt, die Erfahrung zu machen, dass etwas anderes möglich ist!

Fritz Perls

Meine Methoden

Die Basis meiner Arbeit bildet die Gestalttherapie und ihre Sicht des Menschen.

Jeder Mensch ist einzigartig, jedes Problem anders. Die Kombination aus verschiedenen Therapieverfahren und Techniken ermöglicht eine individuelle, auf Sie und Ihre Themen zugeschnittene Herangehensweise.

In meiner Praxis arbeite ich u.a. mit folgenden Methoden und Ansätzen:

Gestalttherapie & Gestalt-Körperpsychotherapie

Gestalttherapie

Die Gestalttherapie, tiefenpsychologisch fundiert, gehört zu den humanistischen Psychotherapieverfahren, die auf einem positiven und ressourcenorientierten Menschenbild beruhen. Dabei wird der Mensch ganzheitlich, in seinem Denken, Fühlen und Verhalten, seinem körperlichen Erleben und Ausdruck, in seiner Psychodynamik, seiner persönlichen Situation und Lebensgeschichte und vor allem mit seinem Entwicklungspotential gesehen.

Mit dem Begriff "Gestalt" ist das aktuelle "Thema" eines Menschen gemeint, das in den Vordergrund des Bewusstseins tritt, also "Gestalt" annimmt.

Gestalttherapie ist erfahrungsorientiert und experimentell, stärkt die Wahrnehmung und fördert das Bewusstsein.

Die gegenwärtige Situation ist der einzige Augenblick, in welchem Erfahrung und Veränderung möglich ist.

Fritz Perls

Durch das Richten der Aufmerksamkeit auf das unmittelbare Geschehen und Erleben im Hier und Jetzt, werden Bedürfnisse, Gefühle und körperliche Empfindungen wieder spürbar. Beziehungen können befriedigender gestaltet werden.

Unabgeschlossene Situationen (die oft unbemerkt an unserer Kraft zehren) können abgeschlossen, bzw. "offene Gestalten" können geschlossen werden.

Es entsteht ein tieferes Verstehen ‒ mit dem Herz und mit dem Verstand ‒ der eigenen inneren Vorgänge und der Zusammenhänge mit der persönlichen Lebensgeschichte und der derzeitigen Lebenssituation.

Gestalt-Körperpsychotherapie

Ungelöste Konflikte, seelische Verletzungen und (unbewusste) Wünsche und Bedürfnisse, die zu wenig Beachtung finden, werden im Körper gespeichert bzw. „gehalten“ und drücken sich in Körperhaltungen, Bewegungsmustern, muskulären (Ver-) Spannungen, Atmung, Stimme und psychosomatischen Symptomen aus.

So können über die Wahrnehmung des eigenen Körpers unbewusste psychische Prozesse aufgedeckt werden, also ins Bewusstsein gelangen.

Körperpsychotherapie ermöglicht den eigenen Körper vollständiger zu erleben und die Botschaften des Körpers zu verstehen.

„Geh du vor“, sagt die Seele zum Körper, „auf mich hört er nicht, vielleicht hört er auf dich.“ „Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für dich haben“, sagt der Körper zur Seele.

Ulrich Schaffer
Gesprächstherapie

Einfühlendes Verstehen und Rückmelden

Für die Wirksamkeit einer Therapie hat die therapeutische Beziehung eine zentrale Bedeutung. Bei meiner Arbeit orientiere ich mich an den Prinzipien der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie nach Rogers: Empathie, positive Wertschätzung des Gegenübers und eine authentische Begegnung von Mensch zu Mensch in der Therapie.

EMDR-Therapie

EMDR-Therapie

EMDR steht als Abkürzung für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was auf Deutsch Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen bedeutet.

In der EMDR-Therapie werden durch bilaterale Stimulation beide Gehirnhälften hinsichtlich des belastenden Ereignisses aktiviert und synchronisiert, Nervenbahnen werden (wieder) optimal vernetzt. Dadurch können die eigenen Selbstheilungskräfte mobilisiert werden und eine Neuverarbeitung der belastenden Erinnerungen wird möglich.

Die Stimulation erfolgt in der Regel durch gesteuerte Augenbewegungen (= visuelle Stimulation, dabei folgen Sie mit den Augen meinen Handbewegungen), ggf. auch durch taktile Impulse (kurze Berührungen) oder akustische Signale ‒ bei gleichzeitigem Konzentrieren auf das innere Erleben und die auftauchenden Erinnerungen und Bilder. Die Verarbeitung und Integration von Gedanken, Gefühlen und inneren Bildern wird angeregt.

EMDR wirkt jenseits des bewussten sprachlichen Zugriffs auf der Ebene tieferer Hirnstrukturen und ist eine hochwirksame, wissenschaftlich anerkannte Psychotherapiemethode, die sich gut mit anderen Therapiekonzepten kombinieren lässt.

Die Klient*innen erleben meist schon nach wenigen Sitzungen eine deutlich entlastende (und dauerhafte) Veränderung hinsichtlich negativer Gedanken und Gefühle und erschreckender innerer Bilder. Die körperliche Erregung klingt ab.

EMDR wurde Anfang der 90er Jahre ursprünglich zur Verarbeitung von Traumatisierungen entwickelt. Mittlerweile wird EMDR auch mit großem Erfolg eingesetzt bei Ängsten, Angststörungen, Phobien, Süchten, psychosomatischen Störungen, Schmerzzuständen, starker Trauer, Burnout,  einschränkenden Verhaltensweisen, Belastungen unterschiedlicher Art, zur Stärkung von Ressourcen und vielem mehr.

Ego-State-Therapie

Arbeit mit inneren Anteilen

Auch wenn wir nur eine Person sind, haben wir viele Gesichter. Darin kommen unterschiedliche emotionale, gedankliche und Aktivitätszustände (“Ego States”) zum Ausdruck.

So gibt es vielleicht in Ihrem "inneren Team" einen "inneren Kritiker", einen  "Antreiber" oder "innere Kinder" bzw. jüngere Ich-Anteile ‒ alle mit eigenen Ansichten, Bedürfnissen, Wünschen und Eigenschaften.

Diese inneren Persönlichkeitsanteile kennen und verstehen zu lernen, führt dazu auch sich selbst besser zu verstehen. Bewusstwerdung ist immer der erste Schritt für eine mögliche Veränderung.

Das Bewusstsein ist eine Nussschale auf dem Meer des Unbewussten.

Sigmund Freud
Imaginative Techniken und Übungen

Imaginative Techniken und Übungen

Imaginative Techniken und Übungen machen sich die menschliche Vorstellungskraft zunutze.

Das Gehirn unterscheidet bei den entsprechenden Verarbeitungsprozessen wie Bedeutungszumessung, Wahrnehmung und Abspeichern als Erfahrung nicht, ob eine Situation tatsächlich stattfindet oder nur imaginiert ist. Auch sind beim Anblick eines Gegenstandes, gleichgültig, ob man ihn tatsächlich vor Augen hat oder ihn sich nur vor das geistige Auge hält, die gleichen Nervenbahnen stimuliert.

Negative innere Bilder (z.B. von einer bevorstehenden Prüfung oder einer medizinischen Behandlung) lösen eher ein beklemmendes und bedrohliches Gefühl aus, während positive ein leichtes und gutes Gefühl hinterlassen. Diese Bilder beeinflussen also unser Handeln und Fühlen. In unserer Vorstellung können wir Dinge verändern und umgestalten.

In meiner Arbeit setze ich imaginative Techniken und Übungen u.a. ein, zur Stressreduktion und Entspannung, um negative Erinnerungen zu verändern, zur Kontrolle körperlicher Symptome (z.B. bei Angst und Panik), zum Erschließen und Verstärken von Ressourcen und Aktivieren der Selbstheilungskräfte, zur Stabilisierung und Distanzierung (z.B. in der Traumatherapie nach L. Reddemann und M. Huber).

Focusing

Focusing

Focusing ist eine psychologische und körperorientierte Methode, in deren Zentrum das achtsame Wahrnehmen des körperlichen Erlebens steht. Aus diesem heraus können sich lösungsorientierte Schritte entwickeln. Focusing ist ein Weg des körperlichen Zugangfindens zu sich selbst und bedeutet der Stimme des Körpers zu folgen.

Simonton-Methode

Simonton-Methode

Diese Methode wurde entwickelt für Menschen, die von Krebs oder anderen ernsthaften Erkrankungen betroffen sind und die neben der medizinischen Behandlung etwas tun möchten, um ihren Genesungsprozess zu unterstützen.

Simontons Philosophie lehrt die Wichtigkeit psychischer Faktoren (Gedanken, Vorstellungen, Gefühle) bei der Behandlung einer Krebserkrankung.

Dieses Verfahren nutzt die Vorstellungskraft, um die inneren Kraftquellen anzuregen und aktiviert die Selbstheilungskräfte zur Stärkung des Immunsystems. Die Therapie kann Ihnen mit konkreten Übungen helfen, Stress zu verringern und in einen ausgeglichen(er)en Zustand zu kommen, um so den Heilungsverlauf günstig zu beeinflussen.

EFT-Klopfakupressur

Technik der emotionalen Freiheit

EFT gehört zu den Methoden der Energetischen Psychologie und nutzt das Meridianmodell (Energiebahnen) der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Die Klopftherapie ist eine Art von Akupunktur ohne Nadeln, eingebettet in einen psychologischen Kontext.

Die Behandlung beruht auf der Annahme, dass einschränkende Glaubenssätze sowie unangenehme Erlebnisse eine Blockade im Energiesystem des Körpers bewirken und dadurch belastende Gefühle entstehen.
Durch Ihre Konzentration auf das Problem und gleichzeitige Stimulierung (Klopfen) ausgewählter Akupunkturpunkte im Körper, wird eine Harmonisierung des Energieflusses hergestellt und die Selbstheilungskräfte aktiviert. Stress wird reduziert, negative Gedanken und Gefühle (z.B. Ängste, Ärger)  können überwunden werden.